Eine Kur für höhere Vitalität

Der Bewegungsapparat ist angekratzt, versteift, überall treten Schmerzen auf. Vielleicht verschreibt Ihr Arzt Physiotherapie. Vorteilhafter dürfte eine mehrwöchige Kur sein. Dort durchläuft man schliesslich eine Eintrittsuntersuchung, Behandlungen und am Ende kann ein Fazit gezogen werden.

Einer solchen Behandlung hat sich unser Reisejournalist in Franzensbad unterzogen. Der berühmte Kurort im Westböhmischen Bäderdreieck Tschechiens genießt hohen Bekanntheitsgrad für seine mineralreichen Heilquellen und SPA-Behandlungen. Die Geschichte Franzensbads reicht bis ins 18. Jahrhundert zurück, indem die heilenden Eigenschaften seiner Quellen entdeckt wurden. 

Die Hauptbehandlungen in Franzensbad schließen Hydrotherapie, Peloidtherapie (die Verwendung von Heilschlamm), Kohlendioxid-Bäder, Trinkkuren, Inhalationstherapien und physikalische Therapien ein. Diese Anwendungen zielen darauf ab, Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, des Bewegungsapparates, gynäkologische Probleme und Stoffwechselerkrankungen zu behandeln.

Um den Bewegungsapparat zu stärken hat die Kurklinik einen umfassenden Behandlungsplan ausgearbeitet. Jeden Tag 4-5 Anwendungen wie Mineral- oder Moorbäder, Physiotherapie und Massagen oder Kälte-Einstrahlungen. Dazu kann das Thermalbad genutzt werden. 

Die Unterkunft im Hotel Adler ist einfach und liegt direkt am Kurpark. Es verbindet historischen Charme mit modernem Komfort und bietet direkten Zugang zu den Kuranwendungen. Das Hotel Adler ist direkt an einer lokalen Quelle angeschlossen. 

Natürlich vermag eine Kur nicht, zu zaubern. Der Erfolg hängt von der individuellen Gesundheitssituation ab. Meistens erfolgen allerdings signifikante Verbesserungen. Nebstdem regt die Kur in vielfältiger Weise zu einem besseren Umgang mit dem Körper an.

Eine Kur erfordert Disziplin, es heisst früh aufstehen und die Anwendungen wahrzunehmen. Falls ein Arzt die Behandlung empfiehlt, beteiligen sich oft die Krankenkassen an den Kosten. Zum Abschied erhält der Patient einen Arztbericht:

Eine Kur in Franzensbad fördert die Heilung und lässt gleichzeitig in ein historisches Ambiente eintauchen.

Eine kleine Reise in die Vergangenheit und persönliche Zeit für eine wundervolle Erholung eben!

Tut gut – Wasser treten

Kaltes Wasser regt die Durchblutung an und bringt den Kreislauf in Schwung. Durch den Reiz des kalten Wassers werden Nervensystem und Stoffwechsel angeregt. Das alles hat einen positiven Einfluss auf unsere Abwehr- und Selbstheilungskräfte. 

Das wusste Herr Kneipp sehr wohl. Bei müden und schwerer Beinen, die sich nach langem Stehen oder Sitzen bilden wirken sich Kneippkuren positiv aus. Dabei wird die Durchblutung gefördert und Krampfadern schwellen ab. 

Kneippen ist auch eine prima Fußgymnastik, und sehr viele Bäder verfügen über Kneippanwendungen. Einerseits startete Sebastian Kneipp seine Versuche in Bad Wörrishofen, andererseits empfehle ich hier gerne auch die Egronetbäder in meiner Heimat oder beispielsweise dieses traditionelle Wellnesshotel in Slowenien.

Wellnesshotel Slowenien

Kneippen bedeutet einfach gesagt Wassertreten.

Anleitung zum Kneippen aus Medbase;

Anleitung zum Wassertreten

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Spazieren und Waldbaden für die Vitalität

Spazieren ist gesund – hierbei der ganze Körper gefordert.

Zum einen wird beim Gehen die Muskulatur des gesamten Beines gestärkt – von der Wade bis und mit Oberschenkel. Fuss-, Knie-, Hüftgelenke und die Wirbelsäule sind in Bewegung, was zudem dessen Beweglichkeit und Knochenmasse erhält und stärkt. All das beugt ferner Gelenkschäden vor, da dies die gesamte Knorpelmasse der Beine nährt. Die Knorpelmasse befindet sich an den Gelenken, an den Bandscheiben und in den Menisken im Kniegelenk.
Neben einer erhöhten Sauerstoffzufuhr und einer Verbesserung des geistigen Zustandes, wird dadurch auch der Kreislauf angekurbelt und die Koordinationsfähigkeit verbessert.

Positive Nebeneffekte im Überblick
  • Aufbau der Knochendichte
  • Ankurbelung des Kreislaufs
  • Verbesserung der Koordinationsfähigkeit
  • Aufmerksamkeit für sich und Umgebung
  • gute Sauerstoffzufuhr.
Lieber in der Stadt oder im Wald flanieren?

Es bräuchte eine gewisse Alltagsferne. Manchen findet am Flanieren in Konsumtempeln oder Fußgängerzonen Gefallen; die meisten hingegen mögen lieber Parks für Spaziergänge, oder noch lieber, die Natur. Bereits bei einem 15-minütigen Spaziergang wird Stress abgebaut, ideal «fahren die meisten herunter», wenn dafür mehr Zeit ist. 

Wie wäre es mit einem Waldbad?

Die Stimmung bei und nach einem 30-minütigen Waldspaziergang hellt beachtlich auf. Das fand die Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL in einer Studie heraus. Auf einer Bank Platz zu nehmen, oder sich auf einen Waldboden zu legen ist Erholung pur. Ein klassisches Waldbad verläuft ungestört, entspannt und belebt. Bei Ferien auf dem Land sollte die Chance für solch ein Bad wahrgenommen werden. 

Bei schlechtem Wetter spazieren

«Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung.» Spaziergänge bei Nebel und Regen verraten sich stets als beste Medizin gegen Winterblues und Behäbigkeit. Der tägliche Spaziergang, auch bei schlechtem Wetter steigert das Wohlbefinden ungemein, kurz- wie langfristig.

Und wer Vitalreisen unternimmt, sollte derweil jeden Tag hinaus.

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